Magie in meinen Ohren

Eine Freundin von mir, Ich hoffe sehr sie so nennen zu dürfen,
hat ein Gedicht von mir eingesprochen.
Durch ihre Stimme wurde dessen Essenz so viel mehr, als es ohne sie wäre.
Noch nie hat jemand so etwas Schönes für mich gemacht.
Und weil ich so ergriffen war, möchte ich es teilen.

Ein Link zu ihrem Blog:
https://gedanketrifftpapier.wordpress.com/2017/03/14/gedanke-trifft-bald-papier/

 

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21,01,18

Wenn sie ihn ansah lag hinter jedem ihrer Blicke,
ein weiterer, ein noch mehr fordernder,
mit dem sie immer tiefer in ihn eindrang.
Wie ein Stein versank ihr Blick,
auf der spiegelnden Oberfläche seiner Augen in seiner Seele.
Sie verkleidete es nicht in einer höflichen Geste,
sondern sprach in der der Sprache der Augen,
offen von ihrem Verlangen und starrte ihn nur an,
bis seine Seele selbst Auge wurde und auf sie zurücksah.

20,01,18

Ich wünsche der Welt ein bisschen,
von ihrer verlorenen Unwissenheit zurück.

Findet ihr Höhlenmalerei nicht auch,
viel hübscher als mathematische Modelle?
Würdet ihr nicht lieber frische Fußabdrücke,
in der Erde entdecken statt eine Email zu lesen?
Wie schön muss es sein mit dem Finger auf Dinge zu deuten,
statt alles so klar und unmissverstänlich beim Namen zu nennen.
Als Liebe noch einfach Liebe war und nicht,
Heirat, Affäre, Verlobung und Flirt.
Die Dinge zerfallen wenn man sie immer wieder unterscheidet.
Bis es irgendwann nur noch Namen sind.

Dann ist der Geist zwar mit allem vertraut,
doch nichts ist ihm mehr gut genug.
Weil er keine Wunder kennt noch liebt.

 

 

Bitte.

Ich bitte alle Sympathisanten eines gewissen Herzkomas darum,
meinen Blog zu verlassen und auch nicht wiederzukehren.
Das ist eine Bitte die ich nicht begründen werde.
Mir reicht dieses falsche Spiel und alle Menschen die darauf reinfallen.

Danke.

 

19,01,18

Manchmal ist Distanz ein Schleier den man nicht lüften sollte.
Nicht alle Menschen werden schöner wenn man sich ihnen nähert.
Lieber sollte man tunlichst nichts anfassen und wie ein Gast gebärden.
Ein paar Fotos zur Erinnerung und gut ist’s.
Denn wenn ich es mir nicht mit der Erfahrung kaputt gemacht hätte,
wüsste ich mehr Schönes über die Menschen zu sagen.
Aber nein, ich musste sie ja unbedingt anfassen.
Dann klebt mir am Ende ihr Makeup an den Fingern,
welches ich von ihren verlebten Gesichtern abstreife.

Manchmal ist es schön fern zu sein.
Ferne beschönigt die Wirklichkeit.

18,01,18

In der Ernsthaftigkeit liegt viel vom Tod.
Gerade so wie die Unbefangenen an der Vernunft verderben.
Solange der Kopf noch leicht ist,
ist er nicht geizig mit seiner Liebe und sein Ja ist leicht entlockt.
Doch so wie das Fleisch erschlafft,
wird auch die Freude träge,
wenn sich der Mensch um seiner Jugend Sühne,
züchtigt mit Entsagen und nach dem Alter sehnt.
Doch während die Weisheit des Alters,
bestärkt wird mit jedem Jahr,
flieht die Jugend mit jedem Tag.
So lasst uns in den frühen Stunden recht viel lieben,
damit wir an unseres Lebens Abend nicht bitter werden.

 

Nein?

Wenn ich mich mit Menschen unterhalte,
versuche ich simpel und deutlich zu sprechen.
Ich mag es nicht das Einfache zu verkomplizieren.
Ein großes Aufkommen an Fremdwörtern spricht nämlich einen klaren Subtext.
Mir gefällt es nicht getestet zu werden,
ob ich denn fähig wäre jemandes Exkursen zu folgen.
Nichts wird dadurch gehaltvoller es in größere Worte zu packen.
Oh wie sehr ich es verabscheue,
wenn ich von einem Intellektuellen für ein Gespräch auserkoren werde.
Dieses gegenseitige Imponiergehabe ist verzichtbar.
Wenn ich schon jemanden schlage dann mit einfachsten Mitteln.
Solche Siege gelten auch gleich dreifach.
Bis dahin halte ich meinen Verstand,
lieber mit Wortspielen und Gedichten beschäftigt.

Es beeindruckt mich wenig,
wenn mir jemand sein Vokabular an den Kopf wirft.
Ich onaniere nicht dazu den Duden zu lesen.